Fallbeispiele aus der Praxis

Symptome wie z.Bsp. Risse und Spalten, aber auch tiefe, mit Fäulnis besetzte Strahlfurchen können zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen. Die Ursache dieser Erkrankungen ist auf unphysiologische Hufzustände zurückzuführen, die meist das Resultat mangelhafter Hufbearbeitung sind.
Oft sind es aber auch die für das ungeübte Auge eher unscheinbaren Veränderungen am Huf, wie z.Bsp ein unregelmäßig verlaufender Kronrand oder unsymmetrische Hufe, die unerkannt und oft auch unbehandelt bleiben.
Daher finden Sie hier einige Fallbeispiele, bei denen die Huforthopädie diese degenerativen Vorgänge frühzeitig stoppt und dadurch das Entstehen von Folgekrankheiten erfolgreich verhindert wird.

Das nachfolgende Fallbeispiel zeigt deutlich wie stark sich die Qualität und Ausrichtung der Hornwände durch die Abnahme der Eisen und einer adäquaten Hufbearbeitung verbessern können. Die vorher Bilder entstanden kurz nach der Eisenabnahme, die nachher Bilder ca. 5-6 Monate später.

Die degenerativen Vorgänge bei der Entstehung unsymmetrischer Hufe und ihre weitreichenden Folgen wurden bereits in der Rubrik „Huforthopädie“ behandelt. Das hier gezeigte Fallbeispiel zeigt nun eindrucksvoll, dass man sich mit derartig deformierten Hufen nicht abfinden muss.

Kunststoffbeschläge erfreuen sich zeitweise einer gewissen Nachfrage. Als Vorteil wird meist die nicht eingeschränkte Hufmechanik genannt.

Für eine optimale Nutzung des Hufes sollte die Huf-Fessel-Achse ungebrochen sein. Das heißt, die Winkelung der Fessel und die Winkelung des Hufes zum Boden sollte im Idealfall identisch sein.

Durch diese über Jahre generierten Hufe war es dem Pferd nicht mehr möglich gerade abzuhufen. Die Hufe waren nach innen gedreht, um die schlechte Hufsituation zu kompensieren.

Die Ausgangssituation zeigt einen Huf, der nach den üblichen tiermedizinischen Prinzipien bei Hufrehe / Cushing bearbeitet wurde.